Presseerklärung

In meiner Eigenschaft als Vorstandsvorsitzender der Brain Support AG veranlassen mich die Ereignisse der letzten Tage, zu dem von uns geplanten Boxkampf Sven Ottke gegen Dariusz Michalczewski Stellung zu nehmen:

Nachdem bekanntlich Herr Michalczewski seine Teilnahme an dem Boxkampf abgesagt hat, wird die für den Mai dieses Jahres geplante Veranstaltung im nicht stattfinden können. Inwieweit eine Absage des Kampfes durch Herrn Michalczewski zum jetzigen Zeitpunkt opportun war, sei dahingestellt. Es zeichnete sich aber in der Tat ab, dass ein den Boxkampf ausreichend finanzierender Fernsehsender nicht zur Verfügung stehen würde.

Das Unternehmen Brain Support hat in die Veranstaltung, vor allem für Börsenvorauszahlungen an die beiden Boxer, ganz erhebliche Beträge investiert. Wir gingen hierbei davon aus, dass einer der führenden Fernsehsender bereit sein müsse, dieses Sportereignis dem sportinteressierten Publikum zu präsentieren. In dieser Hinsicht haben wir uns, letztlich auch aus Unerfahrenheit, geirrt. Gegenüber den Boxkämpfern haben wir immer unmissverständlich darauf hingewiesen, dass eine Durchführung der Veranstaltung nur dann möglich sei, wenn die Finanzierung durch das Engagement eines der führenden Fernsehsender gewährleistet ist. Entsprechende Passagen sind in die Verträge mit den beiden Boxkämpfern aufgenommen worden. Diese Annahme hat sich als trügerisch erwiesen. Gleichwohl haben wir aber auch zur Kenntnis genommen, dass die Öffentlichkeit ein ganz erhebliches Interesse an diesem Kampf, sollte er auch erst in den späten Karrierejahren der beiden Aktiven erfolgen, besessen hat und noch besitzt.

Wir können an dieser Stelle nur den beiden Boxern für ihre Bereitschaft danken, sich für den Kampf zur Verfügung zu stellen. Wir empfinden es als außerordentlich bedauerlich, dass es uns aufgrund der fehlenden Finanzierungsmöglichkeit nicht ermöglicht worden ist, der deutschen Sportöffentlichkeit dieses immerhin seit Jahren erhoffte Ereignis ermöglichen zu können.

Inwieweit die Erfahrungen in dieser Angelegenheit das Unternehmen Brain Support AG dazu veranlassen werden, sich im Bereich der Durchführung von Sportveranstaltungen und insbesondere im Bereich des Berufsboxsportes zukünftig abstinent zu verhalten, ist völlig offen. Gerade auch der ganz erhebliche Zuspruch, der uns in den letzten Wochen zuteil geworden ist, veranlasst uns derzeit keineswegs, den Rückzug aus diesem sehr interessanten Bereich der Vermarktung zu erklären. Ob der Spruch "Ring frei zur nächsten Runde" die Situation zutreffend umschreibt, werden Gespräche in den nächsten Wochen ergeben.

Zum Abschluß noch etwas in eigener Sache. Uns nicht unbedingt wohlwollende Zeitgenossen versorgen u.a. die Internet- Medienlandschaft mit dem Gerücht, die Brain Support AG habe sich quasi aufgelöst, die verantwortlichen Mitarbeiter, u.a. auch ich, befänden „auf der Flucht“. Dieses ist ebenso lächerlich wie absurd, die Brain Support AG ist selbstverständlich auch weiterhin existent mit jetziger Geschäftsanschrift in Leipzig. Meine Mitarbeiter und ich nehmen weiterhin mit Tatendrang am Geschäftsleben teil, vielleicht sogar mit einem Comeback im Bereich des Berufsboxsports, dann allerdings um einige -leider schmerzhafte –Erfahrungen reicher.

 

10.04.2008

Mirko Heinen

Vorstandsvorsitzender der Brain Support AG

 

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